Konservative Behandlung:
Umstellung der Lebensgewohnheiten:
Oberkörperhochlagerung (besonders nach dem Essen und nachts), Abnehmen bei Übergewicht, Vermeidung refluxauslösender Speisen und Getränke (Süßigkeiten, Obstsäfte, Kuchen, Kaffee, Alkohol), Verzicht auf Nikotin, keine einengende Kleidung (besonders Gürtel), nach der Nahrungsaufnahme Bücken vermeiden.
Medikamente:
zur Säureverminderung im Magen: sogenannte "H 2-Blocker" und besonders "Protonenpumpeninhibitoren" (PPI). Ein Nachteil der medikamentösen Behandlung besteht in der meist lebenslang notwendigen Medikamenteneinnahme.
Operative Behandlung:
Das Operationsprinzip besteht aus der dauerhaften Beseitigung des Zwerchfellbruches und der Wiederherstellung des intakten Verschlussmechanismusses zwischen Speiseröhre und Magen.
Nachdem die Operationsinstrumente über dünne Metallhülsen ("Trokare") in die Bauchhöhle eingebracht worden sind, werden die wichtigen Strukturen freipräpariert. Der Zwerchfellbruch wird mit einigen Nähten verschlossen, die durch Aufsteppen eines kleinen Kunststoffnetzes verstärkt werden. Der obere Magenanteil wird als Manschette um die Speiseröhre gelegt und dort vernäht. Anschliessend werden die Instrumente entfernt und die kleinen Wunden mit je ein bis zwei Nähten verschlossen. Normalerweise werden keine Drainagen eingelegt.
Nachbehandlung:
Am Abend des OP-Tages kann bereits etwas getrunken werden. Ab dem ersten Tag nach der OP Beginn mit Kostaufbau, zunächst für einige Tage mit flüssiger, dann breiiger Kost.
Wichtig ist für ca.4-6- Wochen ein extrem sorgfältiges, ausführliches Kauen jeglicher Nahrung. Danach kann in der Regel ohne Probleme jede Nahrung aufgenommen werden.Die Einnahme säurehemmender Medikamente ist nach der OP nicht mehr erforderlich! Die Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgt je nach subjektivem Empfinden des Patienten ca. 1 Woche nach der Operation. Die Fäden der kleinen Wunden werden nach etwa 10-12 Tagen vom Hausarzt entfernt.
